Richard Rendl
1946 wurde ich in Wien geboren.
Meine ersten 19 Lebensjahre waren von ständigen Schul- und Ortswechsel geprägt u. a. Abschluß einer Hotelfachschule, Arbeit zur See und im Ausland.
Mit 19 hat sich die Kunst für mich geöffnet und ich wurde von einer Intensität erfasst die mich bis heute trägt.
In Wien absolvierte ich die Hochschule für Angewandte Kunst mit einem Diplom in Malerei und werke seit 1968 in meinem Atelier in Wien.
Meine Lebensaufgabe, im Vollzug des künstlerischen Arbeitsprozesses ist ein ganzheitliches Mensch und Naturbild - als Menschheitsrhythmik. Ziel war, die ins Unanschauliche gerückten Abstraktionen der "objektiven" Wissenschaft wieder in den sinnlich erlebbaren "anschaulichen" Bereich des Humanen hereinzuholen - nicht das isolierte abendländische Individuum, sondern quasi ornamental, die in das Ganze eingewobene Gestalt: " in geretteter Erscheinung".
1968 habe ich mit Mensch - "Idolen" - "Monaden" begonnen; zuerst noch in einem dualen System von weißen geistig/göttlichen Idolen und färbig menschlichen Gestalten, (14 Monaden Bilder bis 2,40m x 3m) die in der Folge zu einem Einheitsrhythmus verschmolzen sind der mich ende 1970 zu einem transpersonalen Durchbruch, Erfahrung des Aufstiegs der Kundalinienergie und einer völlig neuen Kunst geführt hat: Kosmogramme, Mandalas, Mandorlas, Reinkarnationssymbolik in Wellen und Linienstrukturen (12 Kosmogramme bis 2,55m x 3,25m) sowie Psychogramme.
1977 Beginn mit der Serie "Matrix" - hier habe ich meine Intuitionen materialisiert und systhematisiert.
Ab 1979 Beschäftigung mit der Jüdischen Symbolwelt - einige Semester Hebräisch/Judaistik Studium an der Uni Wien und Studium der Kabbala (Weinreb, Safran, Scholem etc.)
Ab 1985 werden Buchstaben und Sprachelemente in Hebräisch, Arabisch, Sanskrit und Deutsch zu Bedeutungstägern in den Bildern.
Zwischen 1986 und 1991 entstehen "Versöhnungsbilder": die Gottesnamen der Weltreligionen sowie weiblich- männliche Beziehungsgeflechte sind in vereinheitlichten Texturrosetten mit Symbolen, Chiffern, Wörtern und Namen in mehrern großformatigen Bildern gestaltet: z.B. Ökumenischer Gottesname, Adonai Zewaoth etc.
Ab 1992 tritt kosmische Lichtsymbolik in das Zentrum meines künstlerischen Schaffens, es entstehen großformatige Bilder wie z.B.: Das Kreisen des Lichts, Puls Synchron Matrix, Lichtrad, Ur- Matrix, Primordiale Matrix und zuletzt, Der Quell des Seins.

Richard Rendl, Jänner 2005
email.: richard.rendl@chello.at