Richard Rendl

Von 1966 bis 1968 entwickelte sich mein Malstil zwischen expressiver und symbolischer Abstraktion. 1968 verließ ich die "analoge" Symbolsprache der abstrakten Malerei, um sie in eine "digitalisierte" Sinnsprache (Monaden) zu transformieren. Es traten Zahlenreihen auf, die Farben wurden bewusst systemisch verwendet, die Zahl als Qualität, eine kabbalistischer Vorstellung, zeigte sich schon hier, bis zu den Monaden "Concordia" verwendete ich ein duales System von färbig - materiellen und weißen - geistigen Monaden.

Monade = Einfache Substanzen die sich zu Komplexität fügen; Entelechie, Menschform - Seelenaspekt (diese Begriffsauslegung muß nicht exakt dem Leibnizschen Monadenbegriff deckungsgleich sein).

Monade - weiß 3-teilig

Monade - Farbdreiteilung

Dual –Monaden 1

Dual -Monaden 2

Monaden 3 x 3

Monaden - Concordia

Monaden - Reale Gegenwart 1

Monaden - Reale Gegenwart 2

Monaden - Staffel

Monaden - Reale Gegenwart 3

Monaden - Reale Gegenwart 4

Monaden - Transformation 3

Monaden - Transformation 2

Monaden - Transformation 1

Monaden - Analogia Entis

Die endlosen Möglichkeiten eines sich perpetuierenden Dualismus ließen in mir die Sehnsucht nach dem "Wirklicherem", nach Präsenz (meinem damaligen Begriff) oder "Realer Gegenwart" wachsen, mit den Bildern "Reale Gegenwart 1" bis "Reale Gegenwart 4" setzte ich das um.

Der Monadenrhythmus invadierte mich, in der Folge ging es um Transformation, Verschmelzung und Auflösung, mit den "Transfomation Monaden 1- 3" setzte ein Prozess ein, der direkt in die Kosmogramme überfloß.

 

 

Monaden - Holons (1968-1970)